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Videospiele – #1: Erstes Quartal 2013

Schon wieder vier Monate im neuen Jahr rum. Was ging denn so in Sachen Videospiele?

  • DmC: Sehr gut. (siehe Superlevel)
  • Kentucky Route Zero: Atmosphärisch dichtes Adventure mit schönen surrealen Momenten. (siehe Superlevel)
  • The Cave: Leider etwas ermüdendes Adventure-Game mit unnötig langweiligen Sprungeinlagen. Ich glaube Ron Gilbert ist fertig.
  • Year Walk: Doofes Rätselspiel, aber tolles Erlebnis mit besonders guter Meta-Geschichte außerhalb des eigentlichen Spiels. (siehe Superlevel)
  • Ni No Kuni: Gut. Leider noch immer nicht beendet. (siehe Superlevel)
  • Tomb Raider: Gutes Action-Peng-Peng-Adventure, aber leider sprechen Spiel und Story nicht die selbe Sprache. (siehe Superlevel)
  • God of War: Ascension: Alles, was man von God of War erwartet. Musste nicht sein, macht aber noch immer Spaß. (siehe Superlevel)
  • Bioshock Infinite: Puh … hmm … ne. Das beinah altbackene Multiversumsende übertüncht jede aufgeworfene soziale Frage und auch beim Gameplay ist ungelenker als es sein müsste. Tolles Spielerlebnis, aber Rapture bleibt die durchdachtere Stadt.
  • Battleblock Theater: Guter Platformer, aber so richtig hat er bei mir nicht gezündet. (siehe Superlevel)
  • Amnesia – The Dark Descent: Ein moderner Klassiker im Gruselgenre. Ich weiß nicht, warum ich mich diesem Erlebnis ausgesetzt habe, denn typischer Spielspaß kam nicht auf. Schlussendlich wollte ich mir wohl selber beweisen, dass so ein kleines Videospiel mir keine Angst machen kann. Ich hatte Angst. Seht das also als Empfehlung für Amnesia.

Nach einem guten Start in Jahr geht es jetzt ins Sommerloch und ab August fliegen uns die Videospiele wieder links und rechts um die Ohren.

Filme – #3: Steven Spielbergs Sohn, Heilige Motoren, Gehirndrogen, Hochhauskampf, Katniss im Winter

Es ist wieder Zeit für eine wilde Mischung an Meinungen zu einer wilden Mischung an Bewegtbildern. Los!

  • Super 8: J.J. Abrams hat seine Kindheit verfilmt und viele Leute haben am Film mitgearbeitet, die auch so eine „magische“ Kindheit hatten und Steven Spielberg war schon vorher da und hat so „magische“ Filme als tolle Inspirationsquelle gedreht und hach ist das alles schön und rührselig und sentimental. Dazu gibt es noch einen mittelmäßig guten Monsterfilm.
  • Holy Motors: Durch verschiedenen Festivals hochgepuscht war Holy Motors DER Geheimtipp des Kinomonats September. Das sei total abgedreht und total tolle Bilder und alles ganz unglaublich. Wer allerdings keinen Abschluss in Filmgeschichte hat, der wird mit den meisten Anspielungen im Film Schwierigkeiten bekommen. Ein Mann fährt mit einer Limousine durch Paris. Während der Fahrt verkleidet er sich und spielt an jedem Stop eine andere Person. Zwischendrin tauchen Eva Mendes und Kylie Minogue auf und am Ende bleibt der Zuschauer fragend zurück. Mit den fehlenden Erklärungen kann ich mich gut arrangieren, aber der Film hat wenig interessante Bilder ist nicht besonders mitreißend inszeniert und wirklich provokant kommt er auch nicht daher. Ich gucke mir gerne aufregende Bilder an, auch wenn sie inhaltlich nicht zusammenpassen, aber selbst auf dieser Ebene versagt Holy Motors auf beinah ganzer Linie.
  • Ohne Limit: Schöne Bilder bietet dagegen Ohne Limit. Dank Drogenzufuhr wird aus einem Schluffie der coolste Typ der Welt. Hierbei holpert inhaltlich einiges, aber die Idee, was passieren würde, wenn man endlich mal seine gesamte geistige Leistung abrufen könnte, sollte jeden Zuschauer bei der Stange halten.
  • The Raid: Noch so ein hochgelobter Geheimtipp. Wahrscheinlich ist The Raid auch der tollste Actionfilm seit der Erfindung von Videospielen, aber heilige Zitronenkugel ist das Ding auf Dauer langweilig. Eine Kampfszene reit sich an die nächste und spätestens nach der halben Spielzeit musste ich mich nebenbei mit anderen Dingen beschäftigen, um nicht gelangweilt aufzugähnen.
  • Winter’s Bone: Noch einer zum Runterziehen für den Schluss. Junges Mädchen muss sich nach dem Verschwinden des Vaters um die Familie kümmern und kämpft im Hinterland Amerikas gegen verschwiegene Gangsterbanden. Langsam, methodisch, unaufgeregt.

Filme – #2: Pandas, kleine Mädchen, Türken, Lügen, Fledermaus 3, Blöcke

Bam, Boom, Bang!

  • Kung Fu Panda 2: Dank deutscher Synchronisation erschreckend unlustiger Animationsfilm. Dafür mit sehr vielen unverschämt spektakulären Actionszenen ausgestattet. Hat mir dank BluRay auch mal wieder gezeigt, wie gestochen scharf Film aus dem Computer sein kann.
  • Hanna: Endlich wieder ein Film, der mich optisch überraschen konnte. Handwerklich toll gemachter „Actionfilm“, erzählt in der Form eines Märchens. Nervt und langweilt wahrscheinlich viele Zuschauer, sprach mich aber total an.
  • Almanya: Ich hatte mit dem Schlimmsten gerechnet. Peinliche Witze, dumme Klischees, schlechte Schauspieler. Deutscher Film eben. Doch dann lief da eine süße und herzliche Komödie mit tollen Schauspielern. Leider knickt die Geschichte im letzten Drittel etwas melodramatisch ab und drückt den allgemeinen Spaß zu stark nach unten.
  • Easy A: Ich sollte einfach aufhören englische Komödien auf deutsch zu schauen. Fast jeder Witz geht in der Übersetzung verloren. Dazu noch unrealistisch alte Schauspieler für eine Schulkomödie und schon schaute ich öfter gähnend an die Wand neben dem Fernseher, als mir lieb war. Schade.
  • Dark Knight Rises: Das ich einen der großen Filme des Jahres einfach so in eine Liste reinstecke, sagt schon viel über die Qualität des dritten Nolan Batmans aus. Bombastische Bilder und Töne hämmern einen in den Kinositz und Emotionen kochen in einem hoch, ohne das man genau weiß warum. Wenig des Gezeigten macht bei längerem Grübeln viel Sinn und kaum einer der vorhandenen politischen Kommentare wird klar zu Ende gedacht. Der Film ist einfach nur voll mit Zeug und der Zuschauer soll über das Zeug nachdenken. Auch Zeit und Raum spielen keine große Rolle mehr, denn Batman überwindet unklare Strecken mit einem Augenaufschlag. Tolle Schauspieler spielen gegen dröge Actionszenen an und ein faszinierender Bösewicht wird mit einer kurzen Handbewegung aus dem Film entfernt. Es könnte alles schrecklich traurig sein, wenn ich nicht doch 2 Stunden und viele Minuten gebannt im Kinosaal saß. Komische Nolan-Magie.
  • Attack the Block: Geheimtipps sind ja gefährlich, weil sie eine unüberwindbare Erwartungshaltung aufbauen können. Der kleine englische Genre-Film um eine kleine Alieninvasion in London kann da gerade noch die Kurve kriegen, weil er die kleinen schnuckeligen Ideen gut verpackt. Nichts unfassbar Gutes, aber feine Unterhaltung mit sympathischen Figuren.

Peng, Peng, Puff!

Filme – #1: Drive, Hugo, mindestens drei Comicverfilmungen, Battleship, Schrei 4 und Hungerspiele

Weil sich ein Haufen an gesehenen Filmen am großen Stausee der gesehenen Filme angesammelt hat, müssen jetzt schnell ein paar Kurzbesprechungen her. Vorhang auf!

  • Exit Through The Gift Shop: Vielleicht gefakete Dokumentation über Street-Art-Künstler, die zwei- bis dreimal die Richtung ändert. Sehenswert, weil verrückt.
  • Drive: Gefeierter Gangster-Auto-Liebes-Kunstfilm, der mir an einigen stellen etwas zu 80iger war, aber allein durch den perfekt organisierten Bilderrausch überzeugen kann. Nichts für hibbelige Nervkiddies. Lest auch die Buchvorlage von James Sallis. Die ist nämlich ebenfalls hervorragend und sehr dünn, damit da auch von kurzen Texten verstörte Digital Natives durchkommen.
  • Kokowääh: Ich musste gerade zweimal nachschlagen, wie der Titel richtig geschrieben wird. Hab’s dann doch einfach kopiert. Doofer Film, obwohl er eine nette „Patchwork-Familien-sind-auch-ok“-Aussage hat.
  • The Green Hornet: Eine von vielen Comicverfilmungen. Leider ein totaler Reinfall. Zu keiner Sekunde lustig und vollgestopft mit sinnlosen Actionszenen.
  • Hugo Cabret: Sehr schön und dank 3D kommen einem ständig Nebelschwaden und Schneeflocken entgegen. Liebesbrief an das Kino … blablabla … wo bleibt der nächste Scorsese mit Gangstern und Unmoral?
  • Back to the Future: Zum ersten Mal gesehen. Nett. Mehr kann man aus heutiger Sicht nicht dazu sagen. Ich sehe die historische Relevanz und die vielen Kindheitserinnerungen meiner älteren Mitmenschen, aber mehr auch nicht.
  • Young Adult: Erster kleiner Ausrutscher von Jason Reitman. Highschool-Bitch kommt zurück in ihre alte Kleinstadt und will den alten Freund abschleppen. Der hat nun aber schon Frau und Kind. Wenig lustig, viel traurig und schön abgefuckte Charlize Theron.
  • X-Men – First Class: Besser als erwartet. Sympathische Figuren und einige sehr übertrieben große Actionszenen. Nur die meisten neuen Mutanten bleiben blass und haben doofe Kräfte.

Halbzeit … erstmal einen Kaffee trinken … hm … lecker … so … wo waren wir … achja …

  • Captain America: Noch eine Comicverfilmung. *seufz* Aber eine total gute! Keine Ahnung warum, aber ich konnte die Patriotismus-Keule dank Selbstironie ganz gut schlucken und dann waren da noch crazy Nazi-Bösewichte und ordentliche Action.
  • Ip-Man: *schnarch* … Ich will wieder Jacki Chans Martial-Arts-Filme der 80er und 90er.
  • Rise of the Planet of the Apes: Ebenfalls ein kleiner großer Überraschungs-Hit. Bisschen schematische Geschichte, aber tolle Affen.
  • Tron – Legacy: Daft Punk Soundtrack und tolle Bilder auf der Haben-Seite. Sonst leider nicht viel. Schade.
  • Thor: AHHHH! Noch eine Comicverfilmung. Thor ist ja so der unlogischste Superheld, weil er eigentlich ein Alien/Gott aus dem Weltall ist. Hmm … eigentlich wie Superman … naja … mittelmäßiger Film.
  • Scream 4: Wer auf Meta-Humor steht, der ist hier genau richtig. Leider kein Horrorfilm mehr.
  • Battleship: Bis zu den letzten 15 Minuten ein ordentlicher, wenn auch dummer, Actionfilm, der unglaublich viel aus der hirnrissigen Idee rausholt, das Spiel „Schiffe versenken“ zu verfilmen. Dann aber sind da SPOILER … Marine-Rentner, die zufällig auf Hawai abhängen und ein altes Schiff bemannen und die Aliens besiegen. What … the … fuck?
  • Adjustment Bureau: Süß. Etwas zu viel religiöser Unterton.
  • The Hunger Games: Mir hat die Romanvorlage schon gut gefallen und auch der Film überzeugt. Leider merkt man den Effekten an, dass mit einem vergleichsweise geringen Budget gearbeitet wurde, aber insgesamt wird die Geschichte passend nacherzählt. Anekdote: Wir haben den Film zusammen mit gefühlten 100 Austauschschülern aus Frankreich gesehen und alle haben sich halbwegs benommen. Chapeau!

Schalten sie auch in zwei Monaten wieder ein, wenn es heißt: Die Top 20 der beliebtesten Comicverfilmungen mit Cameo-Auftritten von Stan Lee.

Gute Nacht!