Computerausstattung: alt und neu

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Alt: MacBook (2007). Mein treuer Begleiter in den letzten sechs Jahren. Mit ihm lernte ich für das Abitur, schrieb die Kriegsdienstverweigerung und die Bewerbung für den Zivildienst, suchte nach dem richtigen Studiengang, zog um, suchte noch mal nach einem Studiengang, zog wieder um, zog noch mal um, studierte drei Jahre und schrieb meine Bachelorarbeit auf ihm, suchte einen Masterstudiengang, zog wieder um und studierte weiter. Er verschlang zwei Netzteile, brauchte einen neuen Akku und ich spendierte ihm nach einigen Jahren eine neue Festplatte. Alle seine Aufgaben erfüllte er ohne Probleme und ich könnte ihn auch heute noch für fast alles nutzen, was im Alltag so anfällt. Seine Lüfter springen bei der kleinsten Anstrengung an und brüllen auch Minuten nach dem Schließen eines HD-Youtube-Videos noch vor sich hin, aber er ist nun mal ein alter Mann geworden. Eigentlich wollte ich mit einer Neuanschaffung warten, bis er in einem glühenden Feuerball aus schmelzender Elektronik dahinscheidet, aber wahrscheinlich würde das noch weitere sechs Jahre dauern. Verdammte Apple-Qualität. Und das bei einem schon generalüberholten Modell. Trotz neuem Rechner wird mich das MacBook also noch ein wenig länger begleiten.

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Neu: Mac mini (2012). In den sechs Jahren mit dem MacBook habe ich eines gelernt: Ich brauche keinen Laptop. Die meiste Zeit stand er auf meinem Schreibtisch rum und spätestens mit dem iPad hatte ich einen wirklich tragbaren Computer gefunden, der meinen Anforderungen für die Uni mehr als gerecht wurde (PDF-Lesemaschine). Meine Wünsche an einen Zu-Hause-Computer bestanden damit aus drei einfachen Punkten: OSX als Betriebssystem, größerer Bildschirm als die 13″ vom MacBook und nicht so wahnsinnig teuer bitte. Nach einer kurzen Excel-Rechnerei ergab folgende Zusammenstellung das beste Preis-Leistungs-Verhältnis für meine Ansprüche: der kleinste aktuelle Mac mini von Unimall für 578€, ein 22″-Monitor für 134€, Tastatur von Apple für 45€ und weil meine Maus kaputt war eine neue für 23€. Macht zusammen 780€. Damit bin ich für die nächsten Jahre glücklich und habe die Möglichkeit den Mac mini ohne großen Aufwand mit einem Arbeitsspeicher- und SSD-Festplatten-Upgrade frisch zu halten.

Der Mac mini ist jetzt seit gut einem Monat im Gebrauch und am meisten freue ich mich über die geringe Lautstärke des kleinen Kastens. Im Alltag ist der Rechner fast geräuschlos und selbst unter Volllast ist nur ein sanftes Rauschen der Lüfter zu vernehmen. Kein Vergleich zum alten MacBook und seinen fauchenden Orkanen. Ansonsten tut er entspannt seinen Dienst und bedurfte keiner großen Eingewöhnungsphase. Dank des Setup-Assistenten von OSX konnte ich all meine alten Daten und Einstellungen vom MacBook per Ethernet-Kabel direkt auf den Mac mini übertragen und hatte nach drei Stunden Kopiervorgang alles an seinem bekannten Platz.

Mehr Probleme bereitete mir der neue Monitor. Ich hatte mich so an meine kleinen 13″ gewöhnt, dass mir die 22″ vollkommen falsch vorkamen. Alle Internetseiten war plötzlich zu groß, dutzende Tweets sprangen mich an, mehrere Fenster konnten problemlos nebeneinander geordnet werden … es kam mir vor wie Hexerei. Auch heute, vier Wochen später, weiß ich noch nicht so richtig, was ich mit dem ganzen Platz auf dem Bildschirm anfangen soll. Aber um das herauszufinden, habe ich bei meinem langen Update-Zyklus ja noch mindestens sechs Jahre Zeit.

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