Vergeudete Zeit 2012

Ihr seht richtig: ein Jahresrückblick.

Filme 2012: Wenn ich meinen Aufzeichnungen glauben kann, dann war ich zehn Mal im Lichtspielhaus. Die Filme, auf die ich mich wirklich freue, wie etwa The Master laufen natürlich in Deutschland erst im Januar/Februar 2013. Deswegen finde ich meine Liste eher traurig. Das Ranking von „supi“ bis „meh“ sieht dabei wie folgt aus:

  1. Moonrise Kingdom (supi)
  2. Looper (fast supi)
  3. Skyfall (fast supi)
  4. Avengers (spaßig)
  5. Dark Knight Rises (fast spaßig)
  6. Hunger Games (ok)
  7. Beasts of the Southern Wild (ok)
  8. The Raid (augenrollendes ok)
  9. Holy Motors (???)
  10. Türkisch für Anfänger (meh)

Serien 2012: Bei meinen goutierten Serien gibt es nur einen Neueinsteiger und sonst viele alte Bekannte. Das ist ja auch ein wenig der Sinn von Serien: man weiß, was man bekommt und kann sich wohlig hineinkuscheln. Nur Homeland schoss quer und überrumpelte mich jede Woche mit mehr oder weniger gekonnten Überraschungen.

  1. Boardwalk Empire (toll, toll, toll)
  2. Breaking Bad (stolperte etwas, aber noch immer toll, toll)
  3. Homeland (toll, aber nach Staffel 2 totgelaufen)
  4. The Walking Dead (gut, endlich mit etwas mehr Dampf im Kessel unterwegs)
  5. Game of Thrones (gut, liegt mir nicht am Herzen, aber sieht schön aus und wird immer verworrener)
  6. Justified (geht so, mit Staffel 3 wurde ich nicht recht warm, aber da geht noch was)
  7. Louie (weiß nicht, erzählerisch klasse und total anders, aber mir fehlen die Lacher etwas)

Musikalben 2012: Dank eines schnuckeligen rdio-Abos konnte ich im letzten Jahr vergleichsweise viele aktuelle Alben hören. Es folgen die Plätze eins bis zehn:

  1. Royal Headache – Royal Headache (fürs fröhliche Hüpfen)
  2. The XX – Coexist (fürs melancholische Sumpfen)
  3. Bloc Party – Four (fürs aggressivere Hüpfen)
  4. Cat Power – Sun (für den wippenden Fuß)
  5. Get Well Soon – The Scarlet Beast O’Seven Heads (fürs Starren aus dem Fenster)
  6. Grizzly Bear – Shields (fürs Schreiben von Jahresrückblicken)
  7. alt-J – An Awesome Wave (für den Wohnungsputz)
  8. Maximo Park – A National Health (für egal, freue mich einfach drüber)
  9. Jack White – Blunderbuss (fürs Warten auf eine RICHTIGE Platte von Jack White)
  10. Kraftklub – Mit K (für den Spaß)

Videospiele 2012: Hier spricht meine geheime Strichliste von 25 gespielten Titeln aus dem letzten Jahr. Fünf davon haben mir sehr sehr sehr sehr gut gefallen und werden hier ehrenhaft genannt:

  1. The Walking Dead (wird all dem Lob gerecht)
  2. Journey (KUNST!)
  3. The Witcher 2: Assassins of Kings (macht auch auf der Xbox 360 eine gute Figur)
  4. X-COM: Enemy Unknown (Nostalgie-Taktik neu verpackt)
  5. Dyad (legales Halluzinogen)

Schande 2012: Ich habe kein einziges wirklich gutes Buch gelesen. Das ist eine Schande für mich, weil ich leider super wenig gelesen habe und eine Schande für die Buchwelt, weil sie mich nicht beglücken konnte. Recherchen ergaben, dass ich etwa zehn Romane beendete, wovon der erste Band der Hunger Games Trilogie mir noch am meisten Spaß bereitete, jedoch nicht wirklich ein herausragendes Buch darstellt. Das ist alles verdammt peinlich und traurig. Mich beschleicht gar die Angst, dass ich dem Medium Buch gefüllt mit Langtexten irgendwie entgleite. Vielleicht lese ich aber auch nur den falschen Stoff.

Tolle Entdeckungen aus 2012, die nicht 2012 erschienen sind:

Criminal: Dank dem iPad habe ich meinen verlorenen Kontakt zu Comics wieder herstellen können. Mit dem umfassenden Angebot von Comixology lassen sich die bisherigen Sammelbände der Serie Criminal bequem und im Original herunterladen und in einem langen schmutzigen Rutsch durchlesen. Jedem, dem Noir-Geschichten nur leicht am Herzen liegen, muss Criminal gefallen. Bisher war Sin City auf diesem Gebiet mein Favorit, aber die Comics von Autor Ed Brubaker und Zeichner Sean Phillips haben für mich momentan eine gebrochene Nase Vorsprung.

M|O|O|N – Hydrogen: Beste und dreckigste und beste und fieseste und beste und energiegeladenste und beste und brutalste Song des Jahres. Wer beim Hören keine spontanen Muskelzuckungen bekommt und irgendwas kaputt machen will, der hat kein Herz, keine Seele und getrocknetes Blut in den Adern. LAUT ANHÖREN!

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