Serien – #1: Hell on Wheels, Black Mirror, Justified

Ich habe Dinge gesehen.

Beginnen wir mit Hell on Wheels Staffel 1. Es geht um den Bau der ersten Ost-West-Bahnverbindung in den USA. Die ersten zwei, drei Folgen sind noch sehr gut, weil in ihnen interessante Dinge passieren. Der schweigsame einsame Reiter ist auf einem Rachefeldzug, die schöne Frau muss um ihr Überleben kämpfen, der schwarze Arbeiter will Gleichberechtigung und der schmierige Bahnbauer will Geld und Ruhm und eine Bahnlinie. Hell on Wheels lautet der Name der wandernden Zeltstadt, die sich durch schöne grüne Landschaften gräbt und dabei selbst ein sündiger Ort ist. Nachdem alle Figuren nach ein paar Folgen vorgestellt wurden geht das typische Seriengeschiebe los. Person A macht jetzt mal das und dies, damit er dann in drei Folgen dies und das machen kann und das findet dann Person B doof und dann gibt es Streit und dann kommt Person C mit einer dunklen Vergangenheit und uiuiui. Danach zieht sich die Geschichte wie Kaugummi, 80% der Figuren sind einem egal und nach 10 Folgen ist man natürlich so schlau wie vorher, weil es ja eine zweite Staffel geben muss. Zwei rauchende Colts von fünf Whiskyflaschen, oder so.

Deutlich besser schickt sich da schon Black Mirror an. Die erste Staffel der britischen Mini-Serie besteht nur aus drei Folgen und keine der Folgen steht in einer direkten Verbindung mit einer der anderen. Einziges gemeinsames Thema ist die verdammte Technik und wie sie uns und die Gesellschaft kaputt machen wird. In Folge 1 wird der britische Premieminister gezwungen, Liebe mit einem Tier zu machen. In Folge 2 landen wir als Zuschauer in einer Mischung aus Cube und Talent-Show und in Folge 3 haben die meisten Menschen die Möglichkeit alles persönlich Gesehene für immer abzuspeichern. Es geht also um heavy stuff. Wirklich packend ist nur Folge 1, aber auch die anderen zwei bieten einige gruselige Denkanstöße. Das macht dann drei von fünf Twilight Zone DVDs.

Kommen wir zum Schluss noch einmal zu Revolverhelden. In Justified Staffel 2 darf sich Raylan Givins wieder als cooler Cop im amerikanischen Hinterland rumtreiben. Auch hier werden Figuren etwas zu sehr auf einem deutlich vorhandenen Schachbrett hin- und hergeschoben, damit möglichst jede Kombination an Konfliktmöglichkeiten ausgenutzt wird. Zum Glück sind die Schauspieler aber alle toll und es gibt eine gute Prise Humor und der Showdown kommt mit einer flotten Geschwindigkeit über die Ziellinie. Klare vier von fünf Streifschüssen.

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