Zurückblicken und nach Vorne schauen

Das Jahr 2010 ist rum.

Im Leben:

  • Ich habe Geocaching für mich entdeckt. Die ersten 10 Caches sind gefunden und ich kann es jedem empfehlen, der einen Anreiz sucht, um mal ein wenig durch unsere urbane oder ländliche Umgebung zu wandern.
  • An Bahnsteigen warten wurde 2010 zu einer meiner liebsten Beschäftigungen. Erst, weil Bauarbeiten zwischen Nürnberg und Erlangen meine Pendlerzüge durcheinander brachten, dann, weil es plötzlich Winter wurde. Höhepunkt war eine dreistündige Heimreise, die unter normalen Umständen nur 45 Minuten gedauert hätte. Nerviger als die Wartezeiten waren allerdings nur die anderen Reisenden. Wenn jeder „Nie wieder Bahn“-Schwätzer seine Äußerungen auch in die Tat umsetzt, werden die Bahnfahrten 2011 an Entspannung nicht zu überbieten sein.

Auf dem Papier:

  • Moment … also irgendwas Gutes muss ich doch 2010 gelesen haben. Puh. Ne. Oder.
  • Es war auf jeden Fall zu wenig. Ich habe keinen aktuellen Roman gelesen und auch bei älterem Lesestoff sah es sehr mau aus. Dabei ist meine Leseliste bis zum Bersten gefüllt. Dafür müsste ich mich nur sechs Monate irgendwo einschließen und Tag und Nacht lesen. Man kommt einfach zu nix.
  • Oh, doch. Einen habe ich. Den besten deutschen Comic 2010. Jens Harders Alpha. Directions. Mehr Bilderbuch als Comic und mehr Sachbuch als Geschichte und mehr faszinierend als wirklich spannend zu lesen, aber damit sehr viel mehr als viele Bildergeschichten je schaffen.

Im Film:

  • 2010 ist mein an Kinobesuchen ärmstes Jahr seit Beginn der Zeitrechnung. Ich sah nur Up in the Air, Shutter Island, Kick-Ass, Inception, Salt und The Social Network.
  • Zum Glück war keiner der oben genannten Filme eine Gurke. Alle haben mir ein paar schöne Filmmomente beschert.
  • Unter den 100 weiteren Filmen, die ich dieses Jahr auf dem Sofa geschaut habe, war leider kein Film, den ich für immer in mein Herz schließen werde. Am ehesten noch Der Fantastische Mr. Fox.

In der Musik:

  • Arcade Fire haben mit The Suburbs das wohligste Album 2010 rausgebracht.
  • Kings of Leon machen mit Come Around Sundown leider weiterhin nur guten Stadion-Rock.
  • Belle & Sebastian tauchen nach Jahren wieder mit einer neuen LP auf. Ich verliebe mich sogleich in Write About Love.
  • Tame Impalas Desire Be Desire Go wird mein verspäteter Song des Jahres.

 

2011 wird super, weil:

  • True Grit, der neue Coen Brüder Film, in die deutschen Kinos kommt. Außerdem starten: Black Swan, Rango und The Tree of Life.
  • Ich total viel lesen werde. Bestimmt. Hoffentlich. 270 Seiten von Murakamis 1Q84 sind schon geschafft.
  • Neue Alben von den Arctic Monkeys, The Kills, den Decemberists und …And You Will Know Us by the Trail of Dead.
  • Schon Ende Januar erscheint der Nachfolger zum besten Sci-Fi-Horrorspiel der letzten Jahre: Dead Space 2. Außerdem hoffentlich auch toll: The Last Guardian (vielleicht erscheint es ja wirklich 2011) und L.A. Noire.

Aber eigentlich wird 2011 super, weil es neue überraschende Dinge geben wird, die wir noch gar nicht erahnen können. Vorfreude ist ja angeblich die schönste Freude, aber ich mag die Überraschung noch mehr. Deswegen schnell Schluss mit irgendwelchen obskuren Vorhersagen, die dann eh nicht eintreffen werden.

Lassen wir uns überraschen und ein frohes Neues euch allen.

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Ein Gedanke zu “Zurückblicken und nach Vorne schauen

  1. Unser Musikgeschmack deckt sich und die 2010-Filme haben mir auch alle gefallen, obwohl ich Shutter Island noch nachholen muss. Alles Gute für 2011 Daniel! :)

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